Verlagsvorankündigung:
Thomas Becker/Ute Neumann (Hgg.):
Quellenkunde zur Geschichte der Studentenproteste 1965-1970
ca. 304 Seiten, kt., (u. DM 44,-/ca. SFr 41,-/ca. ÖS 321,- ISBN 3-416-02809-0
Die sogenannte "Studentenrevolte" von 1968, die bis heute einer ganzen Generation von
deutschen Intellektuellen ihren Namen gegeben hat, jährt sich in diesem Jahr zum
dreißigsten Mal. Die Bewegung, die in den Protesten der Schüler und Studenten des
Jahres 1968 kulminierte, hat die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig
verändert, auch wenn die gesellschaftlichen Utopien der "68er" in der Regel einer
realistischeren Betrachtungsweise gesellschaftlicher Wirklichkeit gewichen sind.
Unabhängig vom Erfolg oder Mißerfolg der Bewegung ist das Phänomen des studentischen
Protests und des dahinter stehenden gesellschaftlichen Umbruchs ein wichtiges Thema
für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte der Bonner Republik.
Das Buch, das Ute Neumann und Thomas Becker im Auftrag des Vereins deutscher Archivare
herausgegeben haben, setzt an dieser Stelle an: Es soll für die künftige Forschung
einen Weg durch das unübersichtliche Geflecht staatlicher, universitärer, kommunaler
und privater Archive bahnen. In allen Ländern der alten Bundesrepublik, bei der
Gauck-Behörde, in Österreich und in der Schweiz wurden Archive nach Archivalien
befragt, die zu den studentischen Protesten der 60er Jahre Auskunft geben können.
Der so entstandene Archivführer soll ein unentbehrliches Nachschlagewerk für
Wissenschaft und Publizistik werden. Darüber hinaus soll er Handbuch für alle dienen,
die mit Anfragen zur Studentenbewegung konfrontiert sind. Das Buch wird vervollständigt
durch eine umfangreiche Chronik, eine Bibliographie und eine allgemeine Darstellung der
Geschichte dieser Bewegung.
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